Relaxation Response-

eine Antwort für einen gesunden Umgang mit Stress

 

Was ist die Entspannungsantwort auf permanenten Stress?

„ Geh mal Entspannungstechniken üben“ oder Sätze wie „ entspann mal“, „du schaffst es nie zu meditieren“, etc. hören sich nicht prickelnd und motivierend an. Lockend  ist eher die Möglichkeit durch ein Entspannungstraining nicht immer im Dauerstress zu sein und aus eigener Kraft plötzlich Wellbeing/ Wohlbefinden zu spüren.

Inzwischen wissen wir, dass nicht nur durch Sport, gesunde Ernährung, sondern auch durch tägliche 30 minütige Entspannungsübungen unser Körper weniger auf die Stresshormone anspringt und der Blutdruck, die Krankheitsanfälligkeit und die Häufigkeit von Rezidiven sinken.

Deshalb möchte ich Ihnen hier kurz vorstellen, welche 2 Gruppen an Möglichkeiten der Spannungsregulation, Relaxation Response, nach Dr. Benson, es gibt:

Zum einen sind da die Bottom up- Techniken, die über den Körper zur Entspannung führen und zum anderen die Top Down- Techniken, die über den Geist und Gedanken Entspannung erzeugen.

Beispiele für Top Down-Varianten sind z.B. Autogenes Training, Atemmeditationen, Mantras, Phantasiereisen etc., die alle eine mentale Deaktivierungen des Stresses bewirken.

Bei Bottom up- erreicht man es durch Entspannen der Willkürmuskulatur z.B. mit Progressiver Muskelentspannung, Yoga, Qigong, Tuna Atmung etc.

In meiner Praxis zeige ich meinen Patient*innen gerne einfache Atemtechniken zur Entspannung. Angefangen mit einer Zwerchfellatmung und den überall einzusetzenden MINI Atemübungen. Mit letzteren ist es möglich auch unterwegs durch bewusstes Ein- und Ausatmen bei Spannung und Stress innezuhalten und sogar Angst abzubauen ohne dass andere es merken.

Weitere Atemübungen und Entspannungstechniken stelle ich in meinen Mind/Body- Medizin Achtsamkeitskursen vor. Hier „probieren“ wir alle Varianten in der Gruppe einmal aus. So findet jede*r die für sie/ihn passende Technik, die sich regelmäßig alleine zuhause praktizieren lässt oder vor Ort in einem Verein/ Studio trainiert wird. In meiner Praxis als Allgemeinmedizinerin und Mind/Body- Medizinerin habe ich u.a. ein Netzwerk mit Kontaktadressen parat. Die GKV (Gesetzliche Krankenkassenversorgung) unterstützt dies in Form von anerkannten Präventionskurse finanziell.

All diesen Entspannungstechniken ist gemeinsam, dass durch einen sich immer wieder ähnelnden Ablauf und die ständigen Wiederholungen der Übungen die Aufmerksamkeit sich zentriert und die alltäglichen Gedanken liebevoll – aber ohne Aktionismus -ignoriert werden.

Keinesfalls sind die dabei wahrgenommenen körperlichen Reaktionen, Gefühle und Gedanken zu bewerten. Diese sagen auch nichts über die eigene Leistung und Fähigkeit beim Entspannen aus. Sie sind wie vorüberziehende Wolken plötzlich da, kommen und gehen und stören nicht weiter zu üben.

Genauso wie der Himmel sich täglich verändert, so unterschiedlich können auch die täglichen Übungsphasen im Leben ausfallen.

Allein die eigene Bereitschaft und Entscheidung sich immer wieder Zeit zu nehmen zu üben zählt und ist bewundernswert.

Das ist eine Route zu einer gelebten absichtslosen (= nicht Leistungsorientierten) Achtsamkeit, die nebenbei noch Stress abbaut.

Bei Fragen zu Literatur und zu stattfindenden MBM Einzel-oder Gruppenkursen kontaktieren Sie mich gerne. Zudem finden Sie weitere Infos auf den Seiten www.dr-buttgereit.de und www.wellbeingHamburg.de.

© Dr. Ute Maria Buttgereit, Fachärztin für Allgemeinmedizin und CIM

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